Einführung
Einerseits öffnet Jugendbeteiligung jungen Menschen Kanäle und konkrete Möglichkeiten, ihre Anliegen an politische Entscheidungsträger weiterzureichen sowie eigenständig umzusetzen. Schließlich erlebt die junge Generation am längsten die Folgen der aktuellen Politik. Auch Erwachsene können Belange Jugendlicher erkennen und vertreten, dennoch ist es entscheidend, ob Dinge über die Köpfe junger Menschen hinweg verhandelt werden oder ob diese direkt in die Meinungsbildung und Entscheidungsfindung involviert sind.
Immer wieder gibt es Jugendliche, die von sich aus versuchen, gesellschaftliche Kritik oder Veränderungsvisionen einzubringen. Ihnen bietet Jugendbeteiligung konkrete Möglichkeiten, wirklich etwas zu bewegen. Aber auch zunächst nicht an Politik interessierte Jugendliche können über Jugendbeteiligungsprojekte ihre Fantasie anregen, was gestalterisch möglich wäre. Oft wird Jugendbeteiligung in der Praxis intuitiv auf Themen wie "Freizeitangebote für junge Menschen" reduziert. Dabei kann die Auseinandersetzung mit politischen Themen Jugendliche dafür begeistern, eigene Haltungen und Anliegen zu entwickeln und voranzubringen.
In der Umsetzung ist es wichtig, nicht sofort Machbarkeitszweifel anzumahnen, sondern Impulse wirklich ernst zu nehmen. Hier hilft es bewusst eine Ermöglichungskultur zu etablieren, die nicht vorschnell ausbremst. Sinnvoll ist es, ausreichend inhaltliche Vorbereitung zu unterstützen. Außerdem sollte transparent gemacht werden, was mit den Anregungen passiert: Wie und wann wird verhandelt, aus welchen Gründen wird zugestimmt oder abgelehnt und wie geht die Umsetzung vonstatten?
Andererseits ermöglicht Jugendbeteiligung, Jugendliche früh an die politische Gestaltung der Gesellschaft mit heranzuführen. Politische Strukturen kennenzulernen, stärkt die persönliche Identifikation mit der Demokratie und erschließt reale Einflussmöglichkeiten.
Im allgemeinen Verständnis ist Politik das Aufgabengebiet politischer Entscheidungsträger*innen, vielleicht einflussreicher Unternehmen, der Medien oder gesellschaftlicher Diskurse. Politik wird damit eher als Strukturaufgabe verstanden, die von oben nach unten in die Gesellschaft wirkt. Im demokratischen Grundverständnis gilt zugleich aber auch das Gegenteil, dass mündige Bürger*innen einen individuellen Teil der Verantwortung mittragen. Mit ihrer persönlichen Ansicht prägen sie den gesellschaftlichen Diskurs, mit ihrem Verhalten und Engagement prägen sie die Gesellschaft. Zentral dafür ist die Entwicklung politischer Mündigkeit, ein Grundverständnis demokratischer Gestaltungsmöglichkeiten und eine positive Identifikation mit demokratischen Grundwerten. Jugendliche sind dabei nicht nur die heranwachsende Generation, die diese Verantwortung inhaltlich auf lange Sicht übernimmt, sondern auch diejenigen, auf denen die Fortsetzung und Weiterentwicklung demokratischer Rahmenbedingungen zukünftig beruht.
Kenntnisse über politische Themen helfen zu erkennen, wofür man sich einsetzen möchte - politische Bildung ist damit ein wichtiger Aspekt politischer Beteiligung. Die Herausbildung einer eigenen Meinung und Haltung entwickelt sich im Beteiligungsprozess weiter – bestenfalls mit Hintergrundwissen und einer gewissen Differenziertheit. Darauf aufbauend kann sinnvolle eigene politische Einflussnahme entstehen, die über naheliegende Jugendthemen, wie die Errichtung eines Skateplatzes, hinausgeht.
Die drei Elemente Politische Bildung (Information), Meinungsbildung (Dialog) und Mitbestimmung (Handeln) bauen dabei wechselwirksam aufeinander auf und sind gemeinsam der Kern gelingender Jugendbeteiligung.
Prinzipiell ist zwischen politischer Meta-Bildung, also Kenntnis über politische Strukturen und Funktionsweisen und Bildung über politische Themen und Inhalte zu unterscheiden.
Jugendlichen ist nicht unbedingt klar, welche Verwaltungsebenen es gibt und wo was entschieden wird. Das Verständnis von Politik ist oft sehr institutionell. Politik, das sind Bundestag, Landtag, Kreistag, Gemeinderat, Parteien und vielleicht noch Gewerkschaften etc. Für Jugendliche kann das langweilig, kompliziert und abschreckend wirken. Aber auch die Themen, die politisch verhandelt werden, sind Politik. Interesse für politische Themen entsteht vor allem über einen persönlichen Bezug.
Hier hilft es, wenn sie erleben, wie Inhalte, die sie betreffen oder ihnen wichtig sind, sich in konkreten politischen Strukturen auch in ihrem Umfeld, auf Gemeinde und Kreisebene einbringen und verändern lassen.
Entscheidungen fallen nicht vom Himmel, sondern finden in einem Kontext statt. Im Kontext wirtschaftlicher Rahmenbedingungen, sozialer Notwendigkeiten und ökologischer Möglichkeiten. Im Kontext gesellschaftlicher Diskurse und Meinungen. Und im Kontext gesellschaftlicher Einflussmöglichkeiten und gesicherter Rechte. Politische Bildung kann sich auf die Vermittlung von Grundwissen zu „politischen Querschnittsthemen“ fokussieren. Das sind politische, soziale, ökologische und ökonomische Grundlagen einer Gesellschaft, die fast jeden Bereich in irgendeiner Form betreffen.
Soziale Medien unterstützen die Politisierung und auch Reichweite jugendlicher Stimmen, das geht mit großen Chancen, zugleich aber auch mit Gefahren einher. Ein zentrales Grundargument für praktizierte Jugendbeteiligungsformate ist daher die bewusst gestaltete Vermittlung politischer Bildungsinhalte und Aufklärung über Fallstricke.
Schnelle, auf Unterhaltungswert spekulierende Formate sozialer Medien verbreiten manche Informationen in großer Geschwindigkeit auch in ein jugendliches Publikum – ungeachtet des Wahrheitsgehaltes. Die mediale Bedürfnisbefriedigung (Abenteuerlust, Sensationslust, Empörungslust etc.) prägt die Auswahl der konsumierten Inhalte. Aufklärung über Fake News und Orientierungsmöglichkeiten zur Einschätzung von Inhalten und dem Schutz vor Manipulation gewinnen damit an Bedeutung. In einer komplexen Welt gilt es, viele Perspektiven und verwobene Zusammenhänge einfach und spannend zu vermitteln, ohne falsche Vereinfachungen oder gezielte Falschinformationen zu verbreiten.
Bildungsinhalte sollten idealerweise an eigene Erfahrungswelten anknüpfen, oder anschauliche Brücken dafür gebaut werden. Jugendliche sind oft an schnelle Formate gewöhnt. Gelingende Jugendbildung sollte daher nicht nur auf Inklusion und verständliche Sprache achten, sondern auch interessant und ansprechend gestaltet sein. Barrieren sollten identifiziert und bewusst abgebaut werden. Einige Jugendliche erleben sich und ihre Lebenswelt als scheinbar unpolitisch. Einfache Fragen können den Alltagsbezug aufzeigen: Ist der Einkauf im Fast-Fashion-Discounter nicht auch politisch? Oder die Schwierigkeit, günstigen Wohnraum für die eigene Ausbildung zu finden? Die Busverbindung auf dem Dorf? Das Mobbing in der Schule?
Oft helfen schon kleine Impulse, um sich selbst der politischen Dimension des eigenen Lebens bewusst zu werden.
Wenn zu vieles unverständlich bleibt, entsteht schnell Resignation. Auch ein zu viel an Informationen kann erschlagend wirken. Einerseits gilt es also, Informationen verständlich herunterzubrechen, anderseits Widersprüche und Komplexitäten gut darzustellen. Vielschichtige Sachverhalte sollten erfahrbar und nachvollziehbar erschlossen werden können.
Politische Bildung vermittelt idealerweise nicht nur historisches und aktuelles Hintergrundwissen, sondern auch Fantasiebildung für gestalterische Möglichkeiten, also die Frage: Wie könnte mein Nahfeld und die Welt im Allgemeinen noch aussehen?

Für Jugendliche ist ihr Selbstwert und ihr Status, vor allem unter Gleichaltrigen, elementar wichtig für ihre gesellschaftliche Anerkennung und Zugehörigkeit. Die eigene politische Meinung kann daher ein wichtiger Aspekt für Anerkennung sein und eng mit der Identitätsbildung zusammenhängen.
Jugendliche finden ihren Zugang zu politischen Themen häufig über Gruppenzugehörigkeiten. Sei es eine vorherrschende Perspektive im Freundeskreis, im familiären Umfeld oder im Bildungskontext, sei es durch Partizipation in politisch aktiven Gruppierungen oder Parteien. Dadurch sind die eigene Identität, die Gruppenzugehörigkeit und die eigene Meinung oft eng miteinander verflochten. Meinungsbildung ist ein kontinuierlicher Prozess - starke Identitätsverknüpfungen mit bestimmten Grundannahmen und Haltungen können diese starr und verteidigend werden lassen.
Auch das ist also ein wichtiger Aspekt politischer Jugendbildung: Die Offenheit der Weiterentwicklung der eigenen Meinung zu reflektieren. Dabei hilft es, den der eigenen Meinung zugrundeliegenden Werterahmen in den Blick zu nehmen. Warum regen mich Meinungen anderer Menschen auf, wenn sie meiner widersprechen? Oft weniger wegen des Widerspruchs an sich, sondern, weil dabei der eigenen Meinung zugrundeliegende Grundwerte in Gefahr scheinen.
Hier setzt politische Jugendbildung an. Sie hilft Jugendlichen gesellschaftliche Perspektiven und Zusammenhänge näherzubringen und sie zum Mitdenken über gesellschaftliche Verfasstheiten anzuregen. Jugendliche anzuregen, eigene Gewohnheiten, Überzeugungen und Abhängigkeiten zu erkennen und kritische Perspektiven einzunehmen. Zu reflektieren, wann kritisches Denken extremistische Tendenzen annehmen kann und welche Auswirkungen das hat. Durch gelebte Jugendbeteiligung wird politische Bildung als sinnvoll erlebbar, sie gibt Jugendlichen eine Stimme für ihre eigenen Belange, die Belange ihrer Zielgruppe und der gesellschaftlichen Entwicklung.
So kann Meinungsbildung gelingen - es geht nicht darum, Jugendliche so „zu manipulieren“, dass sie eine Erzählperspektive als die eigene übernehmen, sondern ihnen gute Perspektiven und Argumente an die Hand zu geben, sich eigenständig zu orientieren.
Welche Form der Jugendbeteiligung auf Kreisebene sich konkret eignet, hängt auch maßgeblich von personellen und finanziellen Ressourcen ab. Punktuelle oder projektbezogene Formate lassen sich stärker an Zielgruppen anpassen. Das erleichtert Inklusion und Vielfalt. Parlamentarische Formen der Jugendbeteiligung bieten Kontinuität, langfristige Eigenverantwortlichkeit der Jugendlichen und stärkere Anerkennungsstrukturen in der Verwaltung, binden jedoch deutlich höhere Ressourcen von begleitenden Fachkräften.
Auch für Fachkräfte ist nicht immer klar, an welche politische Ebene ein konkretes Anliegen Jugendlicher eigentlich andockt. Die Wirksamkeit eines Projektes hängt zum Teil auch davon ab, ob die richtigen (und verantwortlichen) Personen einbezogen werden. Wenn Jugendliche eingeladen werden, eigene Ideen einzubringen, diese aber in den Abläufen der Verwaltung untergehen, entsteht schnell Frust. Deshalb ist es sinnvoll, zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen zu unterscheiden und Anliegen möglichst schnell umzusetzen. Grundsätzlich sollte auf eine Kommunikation auf Augenhöhe und eine klare Erwartungshaltung geachtet werden. Auch in der Vermittlung von Projektplanungstechniken können Fachkräfte Jugendliche maßgeblich unterstützen.
Rahmenbedingungen & Finanzierung
In der Landkreisordnung Baden-Württembergs wird Kreisen zwar explizit die Einbeziehung sachkundiger Einwohner*innen ermöglicht, Jugendbeteiligung ist bisher jedoch auf Kreisebene gesetzlich nicht verpflichtend. In der Gemeindeordnung hingegen ist Jugendbeteiligung seit 2015 im § 41 a explizit geregelt und vorgeschrieben. Solange keine Anpassung der Landkreisordnung erfolgt, ist Jugendbeteiligung eine freiwillige Leistung des Kreises (Stand Januar 2026).
Um Jugendliche längerfristig einzubeziehen, ist Beziehungsaufbau und Kommunikationspflege entscheidend. Die Koordination von Sitzungen, Planung, Bewerbung und Umsetzung von Veranstaltungen, Beantragung von Projektmitteln und Begleitung selbständiger Jugendprojekte ist vielfältig und anspruchsvoll. Mindestens eine Fachkraft für Jugendbeteiligung ist notwendig, wenn das Angebot über kleine punktuelle Veranstaltungen hinausgehen soll.
Um eine parlamentarische Form der Jugendbeteiligung zu etablieren und zu begleiten, ist mindestens ein Stellenumfang von 50 Prozent erforderlich. Da meist auch noch offene Formen der Jugendbeteiligung (Workshops, Jugendkonferenzen, Veranstaltungen etc.) dazukommen, sind 70 - 100 Prozent realistischer. Es macht einen großen Unterschied, ob eine Fachkraftstelle fest im Stellenplan verankert oder ohne Planungssicherheit in prekären Befristungsverhältnissen unterhalten wird. Die Aufbauarbeit, vor allem in Bezug auf parlamentarische Beteiligungsformate, braucht Zeit. Vor dem Aufbau kontinuierlicher Jugendbeteiligungsstrukturen ist zu empfehlen, die Finanzierungsoptionen zu klären und realistische Projektzeiträume von mindestens 2-3 Jahren einzuräumen.
Einen sehr relevanter Finanzposten stellt auf Kreisebene die Durchführung von Wahlen dar. Für das Versenden von Wahlunterlagen sind selbst bei ausgehandelten Rabatten fast normale Portokosten pro wahlberechtige Person zu rechnen – je nach Altersfestlegung der Wahlberechtigung können das schnell 10–25.000 Jugendliche sein. Dazukommen Druck- und Kuvertierungskosten für die Wahlunterlagen. Außerdem die professionelle Einrichtung eines Wahltools (im Falle einer Onlinewahl), hier sind auch zwischen 2.500–3.500 Euro zu rechnen.
Pro geplantem Veranstaltungsformat sind Werbekosten, Raumkosten und Verpflegungskosten meist die größten finanziellen Faktoren – gegebenenfalls noch Honorare für Referierende, Fahrtkosten, Übernachtungskosten und Materialkosten.
Auch durch die Nutzung digitaler Dienste können kontinuierliche Kosten entstehen. Oft gibt es jedoch auch teilgeeignete kostenlose Dienste.
Anregungen und Perspektiven junger Menschen in höhere Entscheidungsebenen hineinzutragen, ohne diese mit Informationsflut und Terminanforderungen zu überfrachten, braucht eine gute Zusammenarbeit aller amtlichen Ebenen. Gerade im Aufbauprozess formeller und informeller Jugendbeteiligungsstrukturen sind regelmäßige Austauschtermine zwischen umsetzender Fachkraft, Leitungsebene und Büro Landrat hilfreich, um u.a. folgende Fragen zu klären:
Was wird von den Jugendlichen erwartet? (Sitzungsteilnahme, Einarbeitung ...)
Wie kann die Zusammenarbeit von Jugendvertretungen mit Ämtern der Kreisverwaltung aussehen (gemeinsame Projekte, Besprechung von Anliegen etc.)
Wie kann Jugendbeteiligung – etwa durch Delegierte eines Jugendparlaments – in die Gremien des Kreises real eingebunden werden? Können Sie eigene Anträge im Kreistag oder den Ausschüssen stellen? Werden Jugendvertretungen in zentrale Arbeitsgruppen eingebunden und in Entscheidungsprozesse involviert?
Welche Kommunikationswege haben die Jugendlichen? (E-Mail an Kreisverwaltung/ Kreistag, eigene Anträge, persönliches Gespräch mit Fraktionen etc.)
Wie eigenständig dürfen die Jugendlichen agieren (Designvorgaben, soziale Medien und Öffentlichkeitsarbeit, Budgetverwaltung etc.)

Besonders gebildete Jugendliche aus bildungsnahen und politisch engagierten Elternhäusern sind gut für Jugendbeteiligung erreichbar. Diese zu fördern, ist ein sinnvoller Beitrag von Jugendbeteiligung.
Diversität und Vielfalt in politischer Jugendbeteiligung sollte ein selbstverständliches Ziel sein – bedeutet jedoch auch einen Vermittlungsaufwand. Selbst, wenn es gelingt, z.B. Inklusionsschüler*innen in eine parlamentarische Jugendvertretung aufzunehmen, ist das Gremium selbst noch lange nicht inklusiv. Wer inhaltlich nicht mitkommt, sich ausgeschlossen oder überfordert fühlt, kehrt dem Engagement schnell frustriert den Rücken.
Jugendliche aus diversen politischen Strömungen sollten sich willkommen fühlen. Hier ist die Fachkraft gefragt, Brücken zwischen verschiedenen Meinungsausprägungen zu bauen. Ein ehrlicher, aber achtsamer Diskurs, der auf gegenseitigem Zuhören und wertschätzendem Austausch beruht, ist ein hehres Ziel, das sich aber lohnt.
Wenn Jugendliche sind in extremistische Richtungen entwickeln, kann es sinnvoll sein, sich fachlich Beratung zu holen. Beispielhaft sei hier die Fachstelle für Extremismusprävention empfohlen (https://fexbw.de).
Jugendliche für Jugendbeteiligungsprojekte zu erreichen, steht und fällt damit, einen persönlichen Bezug herzustellen. Ein wichtiger Zugangspunkt sind persönliche Kontakte. Eher abschreckend kann es wirken, wenn Erwachsene zu stark referieren oder Jugendliche sich von oben herab angesprochen fühlen. Erwachsene sollten eher ermöglichende Rahmenbedingungen unterstützen, als zu viel vorzugeben. Neben Zugehörigkeit und Beziehung ist es wichtig, nach eigener Relevanzeinschätzung selbst gestalten zu dürfen, wirksame Effekte des Engagements zu sehen und selbst Lernerfolge und Anerkennung zu verbuchen. Niedrigschwellige und kurze Kommunikationswege durch gängige Messenger-Dienste erleichtern über die weiten Entfernungen eines Landkreises die Beziehungspflege – zwischen Jugendlichen untereinander, aber auch zu den begleitenden Fachkräften.
Gerade bei vielfach engagierten Jugendlichen, droht durch engagierte Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit und interne Termine sowie lange Anfahrtswege im Landkreis, ein Ringen um Terminverfügbarkeit. Die Jugendlichen haben dann schnell das Gefühl, viel zu tun, aber nicht unbedingt auch Wirkung, Einfluss oder Gehör. Dann fließt viel Kraft in den Aufbau und die Kontinuität der Strukturen, statt in reale Jugendbeteiligung. Das liegt auch daran, dass oft sowieso schon mehrfach engagierte Jugendliche noch ein zusätzliches Amt annehmen. Terminfindungsschwierigkeiten können eine echte Belastungsgrenze von Jugendbeteiligung darstellen. Statt ein hohes Dauerengagement einzuplanen, kann es helfen, punktuell niedrigschwellige Einstiege zu schaffen und gezielt auch bisher wenig engagierte Jugendliche für formelle Jugendbeteiligungsgremien anzusprechen. Hilfreich ist, Termine frühzeitig festzulegen und deutlich zu kommunizieren.
Sowohl in der offenen Jugendbeteiligung als auch bei Gründung eines parlamentarischen Gremiums, sollten die begleitenden Fachkräfte und die Jugendlichen sich bewusst mit dem Thema Jugendschutz auseinandersetzen. Dadurch können sie sich einen Rahmen geben, der einerseits ein Bewusstsein für die eigene Sicherheit und die der anderen schafft, andererseits Handlungsoptionen an die Hand gibt, wenn persönliche Grenzen gefährdet sind. Auch umsichtige Drogenprävention, mit klaren Grenzen und anerkennenden Diskursräumen für die eigenen Erfahrungen der Jugendlichen ist sinnvoll. Dieser Schutzauftrag geht über das Gremium selbst hinaus. Etwa wenn Gremienmitglieder im öffentlichen Raum unterwegs sind oder wenn andere Jugendliche in den Jugendbeteiligungsprozess mit einbezogen werden (z.B. bei jährlichen Kreisjugendkonferenzen oder im Rahmen von Workshopangeboten).
Es empfiehlt sich, von Anfang an den Beteiligungsprozess strukturiert zu dokumentieren oder von vornherein eine spätere Auswertung einzuplanen. Das ermöglicht, später nicht nur „nach Bauchgefühl“ Prozessanpassungen vorzunehmen. Auch dem Kreistag gegenüber können so Projekterfolge und Änderungsvorschläge transparent und nachvollziehbar kommuniziert werden. Jahresberichte bieten gute Möglichkeiten, sowohl als Fachkraft, als auch als engagierte Jugendliche persönlich von der eigenen Arbeit zu berichten und dadurch die Jugendbeteiligung sichtbarer zu machen. Gegebenenfalls können auch studentische Abschlussarbeiten als Evaluationsstudien dienen.
Parlamentarische Jugendbeteiligung
Die Idee, ein festes Gremium, etwa einen eigenen Jugendrat, zu gründen, um Jugendliche auf einer politischen Ebene (Gemeindeebene, Kreisebene, Landesebene, Bundesebene …) zu beteiligen, klingt zunächst beinahe selbsterklärend. Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch einiges zu bedenken. Anzustreben ist, diese Aspekte mit Jugendlichen zusammen zu überdenken und zu entscheiden. Relevante Entscheidungsebenen, im Fall des Kreises etwa die Ebene des Sozialdezernats, Büro des Landrats, Kreisjugendhilfeausschuss und Kreistag sollten ebenfalls in die Überlegungen und Absprachen einbezogen werden. Sonst kann es sein, dass sich parallel verschiedene Vorstellungen entwickeln oder ausführlich erarbeitete Konzepte der Jugend später nicht realisiert werden können. Zu Beginn des Konzeptionsprozesses sind konkrete Ansprechpersonen zu identifizieren, mit denen wichtige Meilensteine im Entscheidungsprozess transparent besprochen werden können.
Im Folgenden werden Abschnitt für Abschnitt einige der relevanten Fragen behandelt, die im Aufbauprozess eines Jugendgremiums früher oder später aufkommen.
Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, ein kreisweites Jugendgremium aufzubauen. Hier werden ein paar spannende Modelle exemplarisch aufgeführt.

Meist durch Wahl oder Entsendung legitimiertes festes Jugendparlament, fungiert als offizielle Jugendvertretung auf Kreisebene, mit an den Kreistag angelehnten Strukturen. Er führt eigene Sitzungen durch, entsendet Vertretungen in den Kreistag und arbeitet eigenständig an Projekten und Themen.

Anders als in einem gewählten Gremium, besteht der Beirat aus Jugendlichen, die bereits in anderen Strukturen aktiv sind. Es ist ein kreisweit vernetzendes Gremium aus jeweils 1-2 Vertretungen von Vereinsvorsitzenden, Schülersprecher*innen, Jugendgemeinderäten, Jugendhaus-Vertretungen etc. Dieses Modell ermöglicht eine breite Abdeckung soziokultureller Jugendgruppen und erspart aufwendige Wahl- oder Entsendeprozedere. Ein Jugendbeirat kann auch klein sein und eher beratende Funktionen einnehmen.

Für den Achter-Rat haben jährlich aus allen teilnehmenden achten Klassen des Landkreises Jugendliche die Möglichkeit, sich durch Wahl aus ihren Klassen berufen zu lassen und im Achter-Rat kreisweite Jugendbeteiligungsprojekte umzusetzen. Altersmäßig passt das gut, weil die Jugendlichen schon alt genug sind, selbständig Projekte anzugehen und noch keine Abschlussprüfungen anstehen. Ein Nachteil kann sein, dass die Gremiumszeit nach einem Jahr automatisch endet und Jugendliche die gerade aufgebauten Netzwerke wieder verlieren, wenn kein längerer Verbleib ermöglicht wird.
In Jugendgremien ist es ähnlich, wie auch in den Parlamenten - diese sind nicht unbedingt ein Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern neigen dazu, eine delikate Auswahl besonders engagierter, gebildeter oder privilegierter Gruppen darzustellen. Diese können sich in diverse gesellschaftliche Perspektiven einarbeiten und sich darum bemühen, im Sinne aller (auch diverser Minderheiten) zu agieren. Ein anderer Ansatz könnte sein, gezielt die Teilnahme sonst politisch unterrepräsentierter Gruppen zu stärken - etwa Jugendliche aus dem ländlichen Raum, aus ökonomisch schwächeren Verhältnissen, mit Einschränkungen, mit Migrationsgeschichte, bildungsschwach, etc.
Sollten die Jugendlichen direkt im Landkreis wohnen - oder reicht eine starke Verbundenheit, etwa durch Schule, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz?
Sollten nur Jugendliche mit deutscher Staatsbürgerschaft in so einem Gremium aktiv sein dürfen - oder gibt es hier gerade die Möglichkeit, Zugezogene früh in demokratische Prozesse einzubinden?
Wie jung und wie alt darf man (noch) sein, um mitzumachen? Gibt es feste Unter- und Obergrenzen, oder kommt eine flexible Handhabung in Frage? Wo endet „Kinderbeteiligung“ und beginnt „Jugendbeteiligung“? Wie gut können Vierzehnjährige mit Einundzwanzigjährigen im gleichen Gremium zusammenarbeiten? Die EU sieht die Grenze für junge Leute bei Vollendung des 26. Lebensjahrs. Manche sehen die Grenze bei 18 Jahren - mit Erreichung der Volljährigkeit. Oder mit 21 Jahren, wenn das Jugendstrafrecht geendet hat.
Plätze im Gremium können sich an Repräsentanzen orientieren – etwa ein-zwei Plätze pro Ortschaft, aus jeder Vereinssparte, aus lokalen Jugendhäusern, aus Jugendgremien der Gemeinden oder den weiterführenden Schulen – oder schlicht an sinnvollen Gremiengrößen.
Auf den ersten Blick wirkt eine Wahl demokratischer - hier hat jemand ein klares Mandat übertragen bekommen. Aber wie sieht es aus, wenn eine Wahlbeteiligung bei Jugendgremien klassischerweise zwischen 10-20 Prozent liegt, teilweise sogar niedriger? Wenn manche gar nicht genau wissen, was und wen sie da wählen und wozu?
Entsendeverfahren können willkürlicher wirken - wer Lust hat, wird eben ins Gremium geschickt: Andererseits bieten sie die Möglichkeit, gezielt Jugendliche aus typischerweise unterrepräsentierten Milieus einzubinden. Das könnte bedeuten, auch aus kleinen Gemeinden Mitglieder zu gewinnen, oder aus sonderpädagogischen Bildungszentren, aus Berufsschulen, aus Jugendhäusern oder ländlichen Vereinen. Entsendeverfahren erfordern Aufbauarbeit starker Kooperationen und engagierte Fachkräfte in den Entsendeorganisationen. Das ist jedoch auch in der Schullandschaft nicht automatisch gewährleistet, obwohl die Bereitschaft da wäre, eher, weil Kapazitäten begrenzt sind. Entsendeverfahren setzen starke personelle Ressourcen voraus, während Wahlverfahren durch die enormen Versandkosten von Wahlunterlagen schnell teuer werden können.
Während in der Gemeindeordnung Jugendbeteiligung inzwischen in Baden-Württemberg fest verankert ist, ist dies auf Landkreisebene [Stand Januar 2026] bisher noch nicht der Fall. Die Beteiligung Jugendlicher bleibt damit eine freiwillige Aufgabe - ermöglicht das trotzdem, Jugendgremien eine eigene Satzung zuzugestehen? Oder kann das rechtlich Schwierigkeiten nach sich ziehen? Gestehen Büro des Landrats und Kreistag dem Gremium eine eigene Satzung zu oder gibt es Bedenken?
Regelt Bereiche, die sowohl der Zustimmung des Jugendgremiums als auch der Kreisverwaltung bedürfen. Etwa Fragen der Projektfinanzierung, Sitzungsgelder, Rechte im Kreistag und den Ausschüssen, Eigenständigkeit in der Öffentlichkeitsarbeit, aber auch allgemeine Zielsetzung des Gremiums.
Bedarf nur der Abstimmung im Jugendgremium, regelt die interne Ausrichtung und Zusammenarbeit. Etwa, ob das Gremium in AGs zusammenarbeitet, wie externe Jugendliche mitarbeiten können, etc.
Kann Teil der Geschäftsordnung sein oder eigenständiger Anhang. Regelt die Verwaltung des Gremiums, ob es ein Moderationsteam, einen Vorstand oder einen Koordinationsrat gibt, wie diese bestellt oder gewählt werden, welche Aufgaben diese haben etc.
Regelt, wie das Gremium besetzt wird, wie lange die Amtsperiode dauert, was passiert, wenn jemand früher ausscheidet, wie damit umgegangen wird, wenn jemand selten oder nie teilnimmt etc.
Jugendgremien sind die anerkannte Interessensvertretungen Jugendlicher in der Kreispolitik (nicht beschränkt auf klassische Jugendthemen, sondern bezogen auf alle gesellschaftspolitischen Themen, für die sie sich interessieren). Die Kommunikationswege können dabei sowohl direkt in den Kreistag oder die Fraktionen erfolgen, aber auch indirekt über Öffentlichkeitsarbeit.
Durch Berichte aus Sitzungen, Stellungnahmen zu Themen und eigene Öffentlichkeitsarbeit vermitteln Jugendgremien politische Strukturen und Themen auf Kreisebene an Jugendliche. Auch dadurch tragen Jugendgremien direkt zu einem besseren Verständnis und mehr Anerkennung für demokratische Strukturen bei Jugendlichen bei.
Außerdem nehmen sie (zum Beispiel durch Umfragen) Anliegen Jugendlicher auf und vermitteln diese an die Kreisebene.
Eine Kernaufgabe von Jugendgremien ist die Beschäftigung mit politischen Themen und die Planung und Umsetzung eigener Projekte. Kooperationen mit anderen Institutionen oder Fachämtern im Landratsamt sind hilfreich.
Landkreise sind oft weitläufig, was für einige Jugendliche einen nicht unerheblichen Anreiseweg mit sich bringt. Dazu kommt, dass viele Jugendliche multiengagiert sind und es eine große Herausforderung darstellen kann, gemeinsame Termine zu finden. Hier empfiehlt es sich, regelmäßige Termine bereits weit im Voraus festzulegen.
In ihnen finden formelle Besprechungen und Abstimmungen statt. Es gibt eine Sitzungsleitung und öffentliches Publikum kann im öffentlichen Teil beiwohnen. In der Regel werden hier auch öffentlich einsehbare Protokolle verfasst. Ca. vier Sitzungen im Jahr, also etwa eine Sitzung pro Quartal, können eine Richtschnur sein. Im Vorfeld sollte fristgerecht eingeladen werden.
Da ordentliche Sitzungen oft weniger Raum für informellen Austausch und kreative Prozesse bieten, bietet es sich an, weitere Treff-Formate zu etablieren. Zu viele Treffen können die Ressourcen der Jugendlichen so binden, dass kaum noch Zeit für externe Termine oder eigene Projekte bleibt. Zu wenig Treffen können die Anbindung ans Gremium gefährden. Digitale Treffen können eine sinnvolle Ergänzung sein.
Das Gremium kann sich untereinander über die jeweiligen Werte austauschen und ggf. einen gemeinsamen Werterahmen erstellen und abstimmen.
Ob im Rahmen jährlicher Klausurtagungen, von Fortbildungsangeboten oder eines Einführungsseminars: Jugendlichen gute Werkzeuge an die Hand zu geben, stärkt nicht nur den Jugendbeteiligungsprozess, sondern schafft auch langfristige Fähigkeiten, die die Jugendlichen auf ihrem weiteren Lebensweg stärken und der Gesellschaft zugutekommen. Hier mögliche sinnvolle Fortbildungsformate:
Moderationstechnik
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Entscheidungsfindungsmethoden
Brainstorming und Projektplanung
Schreibwerkstätten
Recherche und Meinungsbildung
Digitale Tools (z.B. Kommunikationsplattformen, Grafikprogramme, Vorlagen für Projektplanung oder Protokolle, Webcontentpflege, Social Media etc.)
Design von Plakaten und Werbematerial
Offene Jugendbeteiligung
Eigene Jugenddialog-Workshops anzubieten, ist nicht nur ein guter Türöffner für Kooperationen mit Schulen und anderen Jugendinstitutionen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur politischen Meinungsbildung und Wissensvermittlung. (Siehe Methoden)
Als Fachkraft der Jugendbeteiligung, aber auch als Mitglied eines Jugendgremiums, bietet es sich an, durch kurze Präsentationen und Impulse sowohl die Jugendbeteiligungsprojekte selbst vorzustellen als auch Impulse oder Beiträge zur politischen Bildung einzubringen. Vertretungen aus Jugendgremien werden oft zu Podiumsdiskussionen eingeladen, wo sie sich selbst zu Themen positionieren können.
Ein sehr geeignetes Kooperationsprojekt können Jugendkonferenzen sein, die entweder direkt mit und bei den Kooperationspartnern durchgeführt werden können, oder deren Teilnehmende durch diese entsendet werden. (Siehe Jugendkonferenzen)
Jugendforen sind eher kurze Formate (2-4 Stunden), bei denen Jugendliche mit Personen aus Politik und Verwaltung in direkten Austausch gehen. Der Fokus kann auf spezifischen Themen liegen, aber auch auf gegenseitigem Kennenlernen und Austausch über politische Positionen, etwa im Vorfeld von Wahlen. Jugendforen ermöglichen regelmäßige Beteiligung, ohne ein festes Gremium etablieren zu müssen – oder um weitere Jugendliche zu beteiligen, die nicht fest im Gremium sind.
An Schulen oder in Sommercamps bieten Projekttage gute Möglichkeiten, als externer Anbieter Jugendbeteiligungsformate einzubringen. Das können allgemeine Jugenddialog-Workshops sein, aber auch spezifische Projekte, von Müllsammelaktionen bis hin zu Themenfachtagen oder politischen Kunstprojekten.
Fahrten in den Landtag oder Bundestag, ins Europaparlament oder in KZ-Gedenkstätten etc. lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand organisieren – oft gibt es Projektfördermittel. Zu Bedenken sind vorbereitete Anträge auf Schulbefreiung oder Freistellung vom Freiwilligendienst oder Ausbildungsplatz, sowie Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten im Falle Minderjähriger. Diese werden von Kooperationspartnern meist gern beworben und gut angenommen.
Jugendkonferenzen
Sowohl in der parlamentarischen als auch in der offenen Jugendbeteiligung spielen Jugendkonferenzen als Veranstaltungsformat eine wichtige Rolle. Hier können sich hochengagierte und noch nicht so engagierte Jugendliche untereinander begegnen, aber auch Jugendliche mit Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung in Kontakt und Austausch kommen.


Die Planung selbst kann auch gemeinsam mit einem Jugendorganisationsteam erfolgen.
Wichtig ist, vorher zu klären, wer die Planungshauptverantwortung trägt und welche Rolle die Fachkraft hat.
Je nach Vorerfahrung der Jugendlichen können diese viele Aspekte sehr selbständig übernehmen.
Moderierte Planungstreffen mit kreativen Phasen helfen, den Prozess gut zu rahmen und gelegentlich den Stand der Planung einzuholen.
Es empfiehlt sich, gut zu dokumentieren, wer welche Aufgaben übernimmt und gelegentlich nachzufragen, wie es läuft und wo noch Unterstützung oder eine Kurskorrektur erforderlich ist.

Im Vorfeld den Finanzrahmen abklären und gegebenenfalls Projektfördergelder beantragen.
Zu Bedenken sind Druck- und Werbekosten, Raumkosten, Verpflegung (Küchennutzung; Geschirrdienste, Catering), Honorare für Referierende und ggf. Unterbringung und Erstattung von Fahrtkosten.
Genug Zeit für Abrechnung und Dokumentation im Nachgang einplanen.
Wie man das Format bewirbt und bekannt macht, ist oft die größere Herausforderung als die eigentliche Planung und Umsetzung. Möglich wäre, sich zunächst auf eine kleine, feine Veranstaltung für besonders interessierte und engagierte Jugendliche zu konzentrieren. Langfristig wären breite Veranstaltungen erstrebenswert, die viele Perspektiven vertreten können.
Kooperationen sind ein wichtiger Schlüssel, um Jugendkonferenzen mit der Zeit das Format bekannt zu machen, etwa mit Schulen und Jugendtreffs, mit Jugendgremien auf Stadt- und Gemeindeebene, Jugendvereinen etc.
Gute Social Media Arbeit kann auch die Bekanntheit der Veranstaltung stärken, bezahlte Werbung auf Social Media hilft Veranstaltungen breit bekannt zu machen, wird aber nur über 18-Jährigen angezeigt. Weitere Werbung kann durch Pressearbeit, Gemeindeblätter und Plakataktionen, zum Beispiel in Bus und Bahn, erfolgen.
Der wichtigste Werbeeffekt entsteht jedoch über bereits angebundene Jugendliche selbst – diese können Jugendliche aus ihrem Umfeld akquirieren und so nach und nach die angesprochene Zielgruppe vergrößern.
Möchte man lieber auf Freiwilligkeit setzen - oder über schulische „Pflichtveranstaltungen“ Teilnahme sichern? Eine Mischung wäre: Einerseits punktuell Schulkooperationen, um das Projekt bekannt zu machen, andererseits Freiwilligkeit bewahren. Beispiel: Im Vorfeld Workshops in Schulen durchführen und aus diesen freiwillige „Vertretungen“ entsenden, die wiederum ihre Schule auf der Kreisjugendkonferenz vertreten. Das setzt jedoch voraus, dass man an vielen Schulen zeitnah vor der Veranstaltung Workshops durchführen kann oder gute Kooperationspartnerschaften mit den Schulen hat.
Beim Design der Plakate und Flyer gilt es im Vorfeld auf eigene Designvorgaben, aber auch die möglicher Kooperationspartner zu achten. Designaufträge können an junge Menschen vergeben werden, etwa in ihrer Design-Ausbildung. Ebenfalls lohnt eine Recherche der Designprogramme, die inzwischen erlauben, vieles selbst zu machen.
Für Werbung kommen ggf. Busse und Bahnen als Plakathängeplätze in Frage, ebenso Social-Media Verteiler der kreisweiten Schulen und Universitäten, Vereine und Verbände.
Im Vorfeld ist Werbung über die Presse sinnvoll, sowohl in größeren Regionalzeitungen als auch in den Mitteilungsblättern der Gemeinden. Ebenfalls können per Presseinladung Pressevertretungen zur Veranstaltung eingeladen werden, um persönlich zu berichten. Falls niemand kommt, kann man selbst dokumentieren und im Nachgang sehr zeitnah eine Pressemitteilung versenden. Hier sind die lokalen Sperrfristen der Redaktionen relevant.

Der Ort sollte frühzeitig feststehen. Entscheidung sind neben Eignung und Flair der Räumlichkeiten, Preis und Verfügbarkeit bei landkreisweiten Veranstaltungen auch die Lage – Bahnhofsnähe oder Zentralität vereinfachen die Anreise.
Für Anreisewege aus abgelegenen Teilen des Landkreises gegebenenfalls Shuttle-Busse oder Fahrten anbieten. Start- und Endzeiten der Veranstaltung sollten mit Nahverkehrsverbindungen abgeglichen werden.
Schulen und Gemeinden bieten teils günstige oder sogar kostenfreie Raumnutzung.
Zentral ist ein großer Raum für den gemeinsamen Austausch.
Kleinere abgetrennte Räumlichkeiten sind sinnvoll bei Workshopphasen.
Beim Festlegen des Veranstaltungsdatums ist nicht nur auf Verfügbarkeit der Räumlichkeiten zu achten, sondern auch auf Parallelveranstaltungen bei wichtigen Kooperationspartnern (speziell Jugendgemeinderäten).
Wenn politische Vertretungen eingeladen werden, spielen auch Termine wie Bundestags- oder Landtagssitzungen, anstehende Wahlen und die damit verbundene Neutralitätspflicht etc. eine Rolle.
Wenn Dezernenten, Landräte etc. teilnehmen sollen, sollte der Termin bestenfalls vorher abgesprochen werden.

Es gibt digitale Anmeldeplattformen, um im Vorfeld die Menge der Teilnehmenden zu erfassen, Essenswünsche, Allergien oder medizinische Besonderheiten abzuklären und Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten sowie die Freigabe der Bildrechte einzuholen.
Im Falle externer Einladungen, etwa zur Politikmesse, ein eigenes Einlade- und Anmeldeprozedere für Vertretungen aus Politik und Verwaltung frühzeitig planen.
Guter Anlass zur Vernetzung von gemeinde- und kreisweiter Jugendbeteiligung, Jugendvertretungen der Gemeinden lassen sich aktiv einbinden.
Im Falle von Übernachtung ein Sicherheitskonzept erstellen, eine klare Packliste bekanntgeben, Aufsicht abklären und erste Hilfe sicherstellen.

Beschilderung am Veranstaltungsort vorbereiten, damit Teilnehmende den Weg gut finden.
Gut gestaltete Teilnahmelisten und eventuell Namensschilder erstellen.
Flipcharts und Clipboards, Moderationsmaterial.
Technik – Kaffeemaschine, Wasserkocher für Tee, Beamer, Leinwand, Verlängerungskabel, Mikrofone, Licht (bei Party), Internet
Ggf. Bestuhlung, Tische etc. mit Veranstaltungsort abklären
Geschirr, Tischdecken etc. für die Verpflegung

Für die Verpflegung zwischen Selbstversorgung und Catering abwägen, Bedingungen am Veranstaltungsort (Küche, Abspülmöglichkeiten, Geschirrvorräte) klären.
Neben den Hauptmalzeiten und Getränken ggf. ein Tee- oder Kaffee und Knabberangebot bereitstellen.
Auf Angebote ohne Schweinefleisch (auch bei Süßigkeiten) für Muslime und Angebote für vegane Teilnehmende achten.

Mit Jugendlichen Ablaufplanung und Moderation besprechen. Falls geplant Workshops vorbereiten, oder Referierende buchen.
Frühzeitig daran denken, dass jemand den Empfang betreut.
Austauschformate planen. Moderation festlegen – Fachkraft, externe Moderation oder die Jugendlichen selbst? Zweier Gespräche (Fragekärtchen); Kleingruppen zum Meinungsaustausch, Workshops, Soziogramm und Prozessaufstellungen im Raum, Moderationskärtchen. (Siehe Methoden).
Themenschwerpunkte setzen (z.B. Klimatage)? Oder allgemein alle politischen Themenbereiche abdecken? Nur kreispolitische Themen oder politische Querschnittsthemen (die alle politischen Entscheidungen irgendwie betreffen, wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Ökonomie oder Demokratie)?
Soll es eher um Bildungsimpulse gehen – oder soll Meinungsaustausch und die Erarbeitung inhaltlicher Forderungen im Fokus stehen?
Inputbasiert oder dialogzentriert?
Homogene Jugendszenen oder heterogene Gruppen?
Austausch mit Erwachsenen aus Verwaltung und Politik?
(Fach)-Referent*innen einladen?
Spaß und Aktion sind gerade für längere Veranstaltungen ebenfalls wichtig. Falls Teamspiele zum Einsatz kommen, sollte auf Augenhöhe mit den Jugendlichen gesprochen werden, um kein „Kindergarten“-Gefühl zu erzeugen. Jugendhäuser bieten oft Billiard, Tischkicker etc. Mit etwas Recherche lassen sich Boxautomaten oder andere Attraktionen mieten – hier gilt es zu besprechen, ob diese für die Veranstaltung freigeschaltet sind, oder ein Geldeinwurf anfällt und wie die Übergabe der Geräte erfolgen kann. Abends bieten sich Gruppenspiele (z.B. die 40-Minuten Wette mit vielfältigen Aufgaben, die die Gruppe in der vorgesehenen Zeit erledigen muss, um zu gewinnen), Werwolf etc. oder Tischspiele an. Falls der Wunsch nach Trinkspielen aufkommt, sollten vorher die Rahmenbedingungen geklärt und muss der Jugendschutz eingehalten werden.
Soll der Tag in eine abendliche Party münden? Lohnt sich nur bei höheren Teilnahezahlen und entsprechender Infrastruktur.
Für Infotische eignen sich Materialien der Landes- und Bundeszentrale für politische Bildung und Material einzelner Stiftungen. Vorher abklären, wie es mit Neutralität zu politischen Themen aussieht, etwa wenn jemand dort Parteiprogramme auslegen möchte.

Die Ergebnissicherung planen, zum Beispiel durch Graphic Recording.
Vorab klären, wer sich um Foto- und ggf. Videoaufnahmen kümmert, ob Aufnahmen mit dem Mobiltelefon ausreichend sind, oder eine professionelle Kamera gebucht werden sollte. Wie werden erarbeitete Inhalte protokolliert?
Im Vorfeld planen, wie die gesammelten und erarbeiteten politischen Anregungen, Ideen und Impulse schließlich (öffentlichkeitswirksam?) an politische Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen weitergeleitet werden und ob über die weitere Umsetzung informiert werden kann.
Auf der eigenen Website und über eigene Kanäle in Soziale Medien im Nachgang über die Veranstaltung berichten.
Anschließende Kommunikation vorzeitig planen. Wie können Jugendliche danach weiter eingebunden werden? Gibt es eine digitale Kommunikationsplattform oder offene Themengruppen?
Kooperationen
Kooperation und Vernetzung sind zentrale Grundlagen erfolgreicher Jugendvertretungsarbeit auf der Landkreisebene. Durch den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Jugendgruppen, Verbänden, unterschiedliche Trägern, Kommunen und weiteren Akteur*innenen können Ressourcen gebündelt, gemeinsame Projekte umgesetzt und die Interessen junger Menschen wirksamer vertreten werden.

Schulen (Weiterführende Schulen, Berufsschulen, Sonderpädagogische Bildungszentren) sind für die Jugendbeteiligung unverzichtbare Kooperationspartner. Da die meisten jungen Menschen bis zum Ende der Teenager-Jahre in der ein oder anderen Form die Schule besuchen, ist diese oft der direkteste Weg, eine große Bandbreite junger Menschen zu erreichen. Jedoch sind Schulen von vielen Seiten gefordert und sollten nicht mit externen Projektanfragen überlastet werden. Einzelne engagierte Rektorate, Lehrkräfte oder Fachkräfte der Schulsozialarbeit sind oft der entscheidende Gelingensfaktor für Kooperationen. Einfache Infomails an alle Schuladressen im Landkreis sind sinnvoll, versanden aber schnell. Viele Schulen haben inzwischen eigene Social-Media-Accounts. Viele Schulen sind bereit, Veranstaltungen der Jugendbeteiligung über ihre internen digitalen Kommunikationsplattformen zu bewerben – meist möglich bei guten Einzelkontakten.
Der Kreisjugendring vernetzt und vertritt die Jugendverbände und Vereine der Landkreise. Junge Vertreter aus Jugendverbänden können in die Kreisstrukturen eingeladen und zur Mitgestaltung eingeladen werden.
Die offene Jugendarbeit ist sehr unterschiedlich strukturiert. Es gibt hauptamtlich geführte Jugendhäuser, selbstorganisierte Treffs, Vereinsstrukturen, aufsuchende Formate und vieles mehr. Jugendbeteiligung, die hier projektbasiert ansetzt, hat gute Chancen, auch Jugendliche einzubeziehen, die sonst wenig Zugang zu politischer Mitbestimmung haben.
Träger der Jugendsozialarbeit bündeln einerseits die Fachkräfteangebote (von Schulsozialarbeit bis hin zur Betreuung der Jugendhäuser), stellen aber auch die Jugendmigrationsdienste, betreuen Jugendwohngruppen etc. Sie sind wichtige Ansprechpartner, um Kontakte sowohl zu Fachkräften als auch zu Jugendlichen herzustellen und Jugendbeteiligungsformate bekannt zu machen oder gemeinsam durchzuführen.
Universitäten und Hochschulen ermöglichen die Ansprache junger Studierender und bieten über die studentischen Selbstverwaltungsstrukturen spannende eigene Ansätze, die sich für Kooperationen und Jugendbeteiligungsprojekte eignen.
Große Ausbildungsbetriebe, Ausbildungsmessen ermöglichen neben den Berufsschulen, Jugendliche in Ausbildung in Jugendbeteiligungsprojekte und -gremien einzubinden und gemeinsame Projekte umzusetzen.
Jugendgemeinderäte und Gemeinden
Jugendverbände sind organisatorische Zusammenschlüsse junger Menschen, die in der Regel mit einer übergeordneten Dachorganisation und/oder einer Erwachsenenorganisation in Verbindung stehen. Die Autonomie der Jugendverbände und -vereine ist immer wieder ein zentrales Thema, gerade wenn es um die Positionierung politscher Inhalte geht. Sie sind selbstorganisierte freiwillige Zusammenschlüsse und bilden vom Anspruch her eine zentrale Säule der verlässlichen Interessensvertretung junger Menschen. Diesen Anspruch jedoch setzen die Jugendverbände sehr unterschiedlich um.
„In Jugendverbänden und Jugendgruppen wird Jugendarbeit von jungen Menschen selbst organisiert, gemeinschaftlich gestaltet und mitverantwortet“ (§ 12, SGB VIII). So erfahren Jugendliche, die sich in Jugendverbänden engagieren sehr viel Wertschätzung und Empowerment. Auf der Ebene der Gebietskörperschaften (in unserem Fall die Landkreise) organisieren sie sich in der Regel in den Kreisjugendringen. Hier sei für Baden-Württemberg angemerkt, dass mittlerweile nicht mehr alle Landkreise über einen Jugendring verfügen.
Der Kreisjugendring vernetzt und vertritt die Jugendverbände und Vereine mit der Jugendarbeit der Landkreisverwaltungen. Dort organisieren und gestalten junge Menschen gemeinschaftlich Jugendarbeit für Mitglieder und Nichtmitglieder. In den Zusammenschlüssen werden Anliegen und Interessen junger Menschen zum Ausdruck gebracht und vertreten (in Anlehnung an §12, SGB VIII, Kinder- und Jugendhilfegesetz). Die Einbeziehung kann sehr unterschiedlich aussehen, in Friesland haben Jugendliche aus Verbänden etwa eigene Sitze im Jugendparlament (https://www.friesland.de/portal/seiten/jugendparlament-friesland-901001706-20800.html?vs=1)
Gut funktionierende Jugendringe könnten gegebenenfalls sogar die Koordination kreisweiter Formate übernehmen.
Fachkräfte der Schulsozialarbeit sind zentrale Kooperationspartner, um schnelle Kommunikationswege in die Schule herzustellen oder gemeinsame Projekte umzusetzen. Oftmals sind diese über eigene landkreisweite Arbeitskreise miteinander vernetzt oder allgemeine E-Mailverteiler verfügbar.
Gemeinden haben oft bereits etablierte Jugendbeteiligungsformate, etwa durch eigene Jugendgemeinderäte. Hier bietet sich einerseits an, die aktiven Jugendlichen der Gemeinden im Landkreis untereinander zu vernetzen und in Austausch zu bringen, gemeinsame Projekte zwischen Gemeinde- und Kreisebene durchzuführen, zu gemeinsamen Jugendkonferenzen einzuladen und sich gegenseitig bei Wahlwerbung etc. zu unterstützen. Landesweit unterstützt werden die Jugendgemeinderäte durch den Dachverband der Jugendgemeinderäte BW. Ein besonders gelungenes Beteiligungsprojekt im Landkreis Freudenstadt kombinierte einen politischen Jugendaustausch in den Gemeinden am Vormittag mit Shuttle Bussen zu einem kreisweiten Austausch aller teilnehmenden Gemeinden inklusive der Bürgermeister*innen am Nachmittag (https://jugenddialog-landkreise.de/projektuebersicht/landkreis-freudenstadt).
Anfang des Schuljahres kann man über die offiziellen Schulverteiler nach aktuellen Kontaktdaten der Vertrauenslehrkräfte fragen. Das vereinfacht, Kontakt zu den SMVen aufzubauen, Veranstaltungen gut an den Schulen bekannt zu machen, Flyer oder Plakate zu verteilen, oder mit eigenen Workshopangeboten etc. anzudocken. Auch für die Bekanntmachung von Kandidaturmöglichkeiten für ein Jugendgremium, Fahrten, Projektteilnahmen oder Wahlwerbung sind Vertrauenslehrkräfte wichtige Ansprechpersonen.
Nicht nur schulintern finden in den SMVen spannende Formate statt – auch schulübergreifend gibt es Veranstaltungsformen wie Barcamps und Konferenzen, in denen gelebte Jugendbeteiligung direkte Anknüpfungspunkte zur kreisweiten Jugendbeteiligung bieten kann.
Besonders für Jugendparlamente können SMV-Strukturen gute Kooperationspartnerschaften darstellen, sei es für die Durchführung von Projekten und Erhebungen oder die Umsetzung von Wahlen.
Eine „Entsendeinstitution“ kann vieles sein, eine Berufsschule, wenn gezielt Auszubildende Plätze im Jugendgremium erhalten sollen, ein Sonderpädagogisches Bildungszentrum, wenn Inklusionsplätze im Gremium gefördert werden sollen, örtliche Vereine mit Jugendarbeit, zur Stärkung der Jugendvertretung aus dem ländlichen Raum oder ein Jugendzentrum zur gezielten Ansprache verschiedener Soziogruppen. Wie die Entsendeinstitutionen ihren Platz vergeben, kann unterschiedlich vereinbart werden, per Wahl, per Losverfahren oder einfach aufgrund von Bereitschaft – wichtig ist, dass Freiwilligkeit und Motivation im Zentrum stehen und das Vorgehen transparent geregelt ist.
Die Kooperation mit Entsendeinstitutionen ermöglicht, gezielt Jugendliche unterschiedlicher und in der politischen Beteiligung strukturell unterrepräsentierter Soziogruppen anzusprechen. Damit das gut funktioniert, braucht es einen Kontaktaufbau zu Fachkräften in den Institutionen – und bestenfalls auch Veranstaltungsformate vor Ort, um die Jugendliche mit der Jugendbeteiligung vertraut zu machen. Sonst ist die Hürde, sich dort zu beteiligen, schnell sehr hoch.
Wenn es gelingt, Jugendliche aus Entsendeinstitutionen im Gremium aufzunehmen, sollten ihre Bedarfe im Blick behalten werden – etwa Sprachbarrieren, sei es durch andere sprachliche Gepflogenheiten im alltäglichen Umfeld, durch Einschränkungen oder Zuwanderungsgeschichte, unterschiedliche politische Vorbildung etc.
Der Kreisjugendrat im Bodenseekreis rekrutiert seine Mitglieder durchweg durch ein Entsendeverfahren – Vertretungen der kreisweiten Schulen und Jugendverbände bilden gemeinsam das Gremium. Im Landkreis Konstanz hingegen wird primär durch freie Kandidatur und Wahl besetzt – ergänzt durch Entsendeplätze aus Institutionen, um die Diversität im Gremium zu erhöhen durch Jugendliche aus dem ländlichen Raum, mit Inklusions- oder Integrationshintergrund, in Ausbildung oder aus prekären Lebenslagen.
Methodenbaukasten

Idealerweise werden Workshopformate gemeinsam mit jungen Menschen entwickelt. Die Bandbreite möglicher Methoden ist vielfältig. Hier ein paar bewährte Grundlagen:
Fragekärtchen
Einfache und doch tief gehende Fragen zu vielfältigen politischen Themen, die in wechselnden Zweiergesprächen einen niedrigschwelligen und persönlichen Einstieg in das Nachdenken über politische Themen bieten. Klassischerweise suchen sich alle ein Kärtchen aus, das sie anspricht. Dann gehen sie mit einer anderen Person ins Gespräch. Man beantwortet jeweils die Frage auf dem eigenen Kärtchen und hört einander gut zu. Danach werden die Kärtchen getauscht und man wechselt zur nächsten Person. Der Dialog entsteht dabei nicht im direkten Schlagabtausch, sondern „wandert weiter“.
Positionslinie
Auch Aufstellungen im Raum mit Antwortskalen zu politischen Fragen und anschließendem Gespräch über eingenommene Positionen eignen sich gut als Einstieg. Die Fragen dürfen auch provokativ sein, sollten aber niemanden beschämen. Die Moderation kann einzelne Jugendliche fragen, ob sie mit den anderen ihre Position teilen wollen, sie sollten aber auch explizit die Erlaubnis haben, nichts sagen zu müssen.
Inhaltliche Wissensvermittlung
Je nach Thema und Zeitrahmen kann ein inhaltlicher Bildungsteil folgen, mit einem kurzen Impuls oder einer eigenen Erarbeitung der Perspektiven und Hintergründe zum Thema.
Jugendanliegen an die Politik
Kleingruppen eignen sich, um Anregungen und Wünsche der Jugendlichen an die Politik zu sammeln. Die Sicherung dieser Ergebnisse und Weitergabe an die zuständigen politischen Ebenen kann transparent gemacht und auch gut für Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden – hier auf den Datenschutz und gute Absprachen achten.
Thematische Vorbereitung der Jugendlichen
Im Vorfeld einer Politikmesse braucht es Zeit, in der die Jugendlichen Themen identifizieren, die ihnen wichtig sind, und eigene Positionen und Anregungen an politische Entscheidungsebenen erarbeiten können. Um gut ins Gespräch zu kommen, gilt für die Darstellung: Weniger ist mehr. Die Kernanliegen können in kreativer Form, etwa auf Themenwänden, Plakaten, aber auch als RAP-Performance oder was den Jugendlichen so in den Sinn kommt, festgehalten werden.
Einladung der Politik und Verwaltung
Die Einladung an politische Vertreter*innen sollte mit entsprechendem zeitlichem Vorlauf erfolgen. Hier ist die Kreistagsgeschäftsstelle eine große Hilfe, um die Fraktionen einzuladen. Weitere relevante Gäste können Abgeordnete des Landtags und Bundestags aus dem jeweiligen Landkreis, sowie die Bürgermeister*innen und wichtige Vertretungen aus der Verwaltung sein. Wenn spezifische Schwerpunktthemen besprochen werden, ist es sinnvoll, die jeweils zuständigen Personen einzuladen. So können konkrete Umsetzungsmöglichkeiten direkt besprochen werden. Die Erfahrung zeigt, dass in der Regel mehr Personen erscheinen, als sich im Vorfeld verbindlich angemeldet haben. Seitens öffentlicher Einrichtungen, Verwaltungen und Amtsträger*innen darf die Einladung der Parteien nicht willkürlich erfolgen, sondern gemäß des Neutralitätsgebotes an alle Kreistagsparteien, an die Verwaltung und an politische Repräsentant*innen gleichermaßen ergehen. Jugendparlamente haben hier mehr Spielraum und können politisch entscheiden, Parteien z.B. wegen demokratiefeindlicher Positionen nicht einzuladen.
Vorbereitungen
Wichtig ist auch, mögliche Sperrfristen vor Wahlen im Sinne der Neutralitätspflicht im Blick zu behalten. Vorzubereiten sind Namensschilder, Getränke und Verpflegung, sowie geeignete Räumlichkeiten und technische Ausstattung. Je nach Größe der Gruppe ggf. Mikro, ab über 50 Teilnehmenden empfehlenswert, zum Einstieg kann leichte Hintergrundmusik für angenehme Stimmung sorgen.
Ablauf
Damit es gelingt, dass Jugendliche wirklich dialogisch ins Gespräch kommen, bieten sich hier zum Einstieg auch der persönliche Austausch in 2-3er Gruppen mit Fragekärtchen an. Bei den Themenstationen ist es wichtig, dass die Jugendlichen zunächst ihre Positionen darlegen können, um danach ins Gespräch zu kommen.
Methodisch gibt es viele Möglichkeiten, etwa Worldcafé, Fishbowl oder Podiumsdiskussion.
Die Bandbreite politischer Themen ist vielfältig, sodass es auf Dauer unbefriedigend sein kann, zu allgemein alles auf einmal zu behandeln. Hier lohnt sich thematische Eingrenzung, etwa in Form von Thementagen oder Workshops mit einem bestimmten Motto. Die Bandbreite der Themen kann sich an typischen Kreisaufgaben orientieren (etwa der Nahverkehr), oder an politischen Querschnittsthemen (Geschlecht, Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Inklusion, Integration, Wirtschaftlichkeit etc.).
Fachreferenten können politische Bildungsimpulse liefern. Die Auseinandersetzung kann sowohl durch theoretische Diskussionen, als auch durch praktische Projektphasen erfolgen.
Ein sehr gelungenes Beispiel sind etwa die Klimatage in Emmendingen https://jugenddialog-landkreise.de/projektuebersicht/landkreis-emmendingen/
Auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung finden sich zahlreiche Planspiele, teilweise mit Ausrichtung auf kommunale Politik.
Es gibt ein eigenes Planspiel Jugendkreisrat der Akademie für lokale Demokratie (https://www.lokale-demokratie.de/wp-content/uploads/2020/04/Spielanleitungr_Planspiel_Jugendkreistag.pdf)
Das Planspiel erfolgt über einen längeren Projektzeitraum, bei dem zunächst ein Netzwerk vor Ort aufgebaut und an Schulen zur Teilnahme geworben wird. Die Projektphasen sehen zunächst den Besuch des Kreistags und Kontakt zu Kreispolitikern vor. Es folgen weitere Projekttage mit einer Themensammlung, einer Delegiertenkonferenz und schließlich der Planspielhaften Simulation einer Jugendkreistagssitzung.
Um gezielt und punktuell an einzelnen Beteiligungsthemen zu arbeiten, bietet sich das Werkstatt-Format an. Hier stehen kreative Methoden und interaktiver Austausch im Fokus. Es wird kein langfristiges Engagement vorausgesetzt, sondern punktuelle interessensgebundene Teilnahme ist möglich. Eine Jugendwerkstatt eignets ich auch gut als Auftakt zur Erarbeitung eines Jugendbeteiligungskonzeptes.
Digitale Jugendbeteiligung
In der Weitläufigkeit eines Landkreises sind digitale Kommunikationswege inzwischen eine zentrale Komponente der Beteiligung. Hier können digitale Dialogveranstaltungen, Umfragetools und anderes eingesetzt werden. Hier gilt es, Datenschutz und praktische Umsetzbarkeit im Blick zu behalten.

Digitale Umfragen können über Plattformen gebucht werden. Kosten variieren je nach Menge der möglichen Rückmeldungen. Auch bei breiter Bewerbung an Schulen bleibt die Teilnahme meist eher unter 10.000, so dass nicht die maximale Umfragemenge gebucht werden muss. Auch wenn in der Regel keine repräsentativen Ergebnisse zu erwarten sind, können Jugendumfragen ein kurzfristig umsetzbarer und niedrigschwelliger Weg für direkte Jugendbeteiligung sein. Zu beachten: Nicht zu viele Fragen, verständlich und geschlechtsneutral formuliert. Möglichst neutral und zwischendurch auch offen Fragen. Nur Dinge erfragen, die auch relevanten Informationsgehalt versprechen. Das Alter der Ausfüllenden erfassen, und trotzdem auf sparsame Aufnahme persönlicher Daten achten.
Ein Teil der Jugendszenen nutzt zum Spielen Plattformen. Hier sind kostenfrei sehr variable Nutzungsmöglichkeiten gegeben, allerdings müssen Datenschutzbedingungen geprüft werden. Man kann eine eigene Community aufbauen mit geschlossenen und offenen Bereichen, in denen Jugendliche miteinander über Themen diskutieren, Veranstaltungen planen oder eigenständig kostenlose Videokonferenzen durchführen können.
Stärker auf Arbeitsumgebungen ausgerichtete Plattformen sind oft sehr teuer – finanzierbar kann das Ganze sein, wenn die Anmeldung über einen gemeinnützig eingetragenen Verein erfolgt.
Viele Jugendliche nutzen Messenger-Kanäle, um sich über aktuelle Themen, die sie interessieren, zu informieren. Außerdem bieten Gruppen und Communities die Möglichkeit, offene und geschlossene Gruppen zur Jugendbeteiligung gleichermaßen zu bieten. Die Datenschutzbedingungen, aber auch Etablierte Nutzung der Messengerdienste unter den Jugendlichen sollten bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Beim Posten ist es wichtig, auf Einhaltung der Bildrechte und Persönlichkeitsrechte zu achten. Über eigene Kanäle kann oft eine größere Zielgruppe angesprochen werden. Die Erfahrung zeigt aber auch, dass diesen häufig weniger Jugendliche sondern viele andere Fachkräfte folgen. Das steht und fällt damit, ob man wirklich Zeit und Expertise in den Aufbau der Sozialen-Medien-Kanäle investieren kann, oder diese eher nebenher betreibt. Es folgen vor allem Jugendliche, die über direkte Wege praktisch zur Jugendbeteiligung dazugestoßen sind und so weiter informiert werden wollen.
Für Jugendgremien sind Soziale Medien ein niedrigschwelliges Element, um eigenständige und wirksame Öffentlichkeitsarbeit zu machen, die Jugendliche und Vertretungen aus Politik und Verwaltung gleichermaßen erreicht.
Sehr praktisch, aber preislich und datenschutztechnisch schwer umsetzbar, sind gut zugängliche gemeinsame Cloud-Dateiablagesysteme, Programme zur kooperativen Dokumentenbearbeitung, zur digitalen Grafikbearbeitung, zu Rätseln, Umfragen etc.
Politische Ebenen der Jugendbeteiligung

Die Gemeindeordnung sieht Jugendbeteiligung fest vor. Dadurch haben viele Gemeinden entweder eigene Jugendgemeinderäte oder Jugendforen, wo Jugendliche mit der Gemeindeverwaltung in Austausch gehen, Veranstaltungen wie „Pizza und Politik“ oder offene Jugendtreffs mit Beteiligungsbezug.
Manchmal gibt es die Sorge, der Aufbau kreisweiter Jugendbeteiligung könnte Jugendliche aus der örtlichen und städtischen Jugendbeteiligung abwerben. Leider ist diese nicht völlig unbegründet, Jugendliche empfinden die Kreisebene durchaus als nächsten Schritt einer politischen Entwicklung. Daher kann es sinnvoll sein, eher gute Kooperationsmöglichkeiten zu stärken und zurückhaltend Werbung in bestehenden Gremien zu machen. Empfehlenswert ist der Aufbau einer regelmäßige Vernetzungsstruktur zwischen Gemeindejugendvertretungen des Landkreises mit kreisweiten Jugendgremien.
Nicht nur für die Fachkräfte sind auf Kreisebene wichtige Kooperationspartner angesiedelt, auch Kreisjugendparlamente können von direkter Kooperation mit anderen Initiativen (Kreisseniorenrat, Antidiskriminierungsstelle, Kreisjugendring und Jugendsozialarbeit etc.) profitieren. Es lohnt sich, diese beim Aufbau der Kreisjugendbeteiligung mitzudenken und die Netzwerkarbeit im Kreis aktiv aufzubauen und zu fördern. Weitere zentrale Koordinationspartner auf Landkreisebene werden unter „Kooperationen“ ausführlich vorgestellt.
Wenn eine parlamentarische Jugendvertretung besteht, werden diese gerne auch bei landkreisweiten politischen Austauschformaten (Podiumsveranstaltungen, Empfänge oder Festen) einbezogen.
In Jugendbeteiligungs- und Jugendbildungsprozessen tauchen immer wieder Themen auf, deren Zuständigkeiten in den Ministerien des Landes liegen. Durch die Jugendbeteiligung auf Landkreisebene besteht hier eine große Chance, jugendrelevante Themen auf die Landesebene zu transportieren. Zentral sind hier die Mitglieder des Landtags aus dem eigenen Landkreis, die auch gerne an Jugendbeteiligungsformaten teilnehmen. Diese bieten oft auch Fahrten in den Landtag an, an denen Jugendliche kostenlos teilnehmen können. Es lohnt sich aber auch, eigene Fahrten zu organisieren.
Landesweite Dialog und Beteiligungsformate existieren seit über 20 Jahren auf der Ebene des Parlaments: Der Landtag von Baden-Württemberg lädt ein zum Jugendlandtag (mehr Informationen zum Jugendlandtag).
Im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration wurde der Jugenddialog auf Landkreisebene durch den Masterplanjugend gefördert und aktuell ein Konzept für Landesjugendforum entwickelt (mehr Informationen zum Landesjugendforum)
Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat einen Landesjugendbeirat gegründet und richtet eine eigene Landesjugendkonferenz aus. (mehr Informationen zum Landesjugendbeirat)
Das Landesumweltministerium hat den Jugendrat für Klima und Nachhaltigkeit (mehr Informationen zum Jugendrat)
Das Ministerium für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist durch die Jugendstudie (mehr Informationen zur Jugendstudie) aktiv geworden und fördert auch mit kleineren Programmen gezielt junge Menschen und den Aufbau von Jugendbeteiligung im ländlichen Raum.
Weitere Institutionen zur Förderung der Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg
Die Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung (https://kinder-jugendbeteiligung-bw.de)
Die Jugendstiftung Baden-Württemberg (https://www.jugendstiftung.de)
Dachverband der Jugendgemeinderäte Baden-Württemberg betreut nicht nur Jugendgremium auf Gemeindeebene, sondern stärkt auch den Aufbau von Jugendgremien auf Kreisebene: (https://jugendgemeinderat.de)
Landesjugendring Baden-Württemberg (https://ljrbw.de)
Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg (https://www.lkjbw.de)
Baden-Württembergische Sportjugend (https://www.lsvbw.de/sportwelten/sportjugend/)
Landeszentrale für politische Bildung (https://www.lpb-bw.de)
LAG Mädchen*politik (https://www.lag-maedchenpolitik-bw.de)
LAG Jungen*- und Männer*arbeit Baden-Württemberg (https://www.lag-jungenarbeit.de)
LAG Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg (https://lag-jugendsozialarbeit-bw.de)
Akademie der Jugendarbeit Baden-Württemberg (https://jugendakademie-bw.de)
Europa Zentrum Baden-Württemberg e.V. (https://europa-zentrum.de)
Jugendpolitisches Engagement auf Landkreisebene beschäftigt sich immer wieder auch mit politischen Themen, die auf Bundesebene entschieden werden. Außerdem ist für Jugendliche die Möglichkeit, sich über das kreisweite Engagement auch auf Bundesebene zu bilden, zu engagieren und zu vernetzen, sehr attraktiv und motivationsfördernd. Bundestagsabgeordnete der Landkreise bieten immer wieder geförderte Fahrten in den Bundestag an.
Interessensvertretung und jugendpolitische Dachstrukturen
Deutscher Bundesjugendring, Interessensvertretung der Jugendverbände (https://www.dbjr.de)
Die Arbeitsstelle Eigenständige Jugendpolitik ist eine fachliche Diskurs- und Entwicklungsplattform als Projekt der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ). (https://www.jugendgerecht.de) u.a. mit ihren Denkwerkstätten in Handlungsfeldern Wohnungs- Gesundheits-, Mobilitäts,- Digital-, Klima-, Bildungs-, Finanz-, Sicherheits- und Medienpolitik (mehr Informationen zu den Denkwerkstätten)
Fachnetzwerke und Praxisentwicklung
Deutsches Kinderhilfswerk, Förderung, Qualifizierung und Beteiligungsstandards (https://www.dkhw.de) mit dem Bundesnetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung für Multiplikator:innen (mehr Informationen zum Bundesnetzwerk)
Organisation der Starken Kinder- und Jugendparlamente für junge Engagierte und Multiplikator:innen (https://stakijupa.de), in BaWü (mehr Informationen zum Kinder- und Jugendparlament)
Bundesweiter Zusammenschluss für junge aktive Gremien, wie z.B. die Bundeskonferenz der Jugendgremien (https://www.buko-jugendgremien.de)
Deutsches Jugendinstitut, Forschung, Evaluation und Wissensbasis zu Jugendbeteiligung (https://www.dji.de)
Bundeszentrale für politische Bildung (https://www.bpb.de)
Politische Rahmenbedingungen auf Bundesebene
Die Jugendstrategie des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (mehr Informationen zur Jugendstrategie)
Auch International gibt es für Jugendliche spannende Beteiligungs- und politische Bildungsformate.
Grenzübergreifende Zusammenschlüsse
Internationale Bodensee-Konferenz, AG-Jugendengagement (mehr Informationen zur AG-Jugendengagement)
Hochrhein Kommission, deutsch-schweizerisches Jugendforum Hochrhein (mehr Informationen zum Jugendforum)
Oberrheinkonferenz, AG Jugend am Oberrhein mehr Informationen zur AG Jugend
EUSALP Youth Council (mehr Informationen zur Youth Council)
Förderprogramme
Erasmus+ Jugend (https://www.erasmusplus-jugend.de)
Jugend für Europa, nationale Agentur für die EU-Programme Erasmus+ und Jugend u.a. zur Unterstützung der jugendpolitischen Zusammenarbeit in Europa (https://www.jugendfuereuropa.de)
Internationale Jugendpolitik und Beteiligungsprozesse
Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (https://ijab.de)
EU-Jugenddialog Deutschland (https://jugenddialog.de)
Informations- und Bildungsakteure
Europe Direct (mehr Informationen zu Europe Direct)
Europa Zentrum Baden-Württemberg, Europabezogene Politikvermittlung (https://europa-zentrum.de)
Impressum
Juliet Brook Blaut, Dipl.-Politologin, Fachreferentin für Jugendbeteiligung und Begegnungskunst
Udo Wenzl, Projektleiter, Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart
Martina Bechtle, Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart
Pablo Rebholz, Institut für angewandte Sozialwissenschaften Stuttgart
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- Bearbeiten: Für beliebige Zwecke remixen, verändern und darauf aufbauen.
Voraussetzung ist, dass du angemessene Urheberangaben machst.
Entstanden im Rahmen des „Jugenddialog auf Landkreisebene“:

Finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
Durchgeführt durch:
